Unsere Geschichte

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Geschichte der Bosniakisch-Muslimischen Gemeinschaft

Von der Gründung 1990 bis 2012

Die Bosniakisch-Muslimische Gemeinschaft wurde im Jahre 1990 gegründet. Die Gründung der Gemeinschaft war notwendig im Hinblick auf die Bewahrung der bosniakischen Kultur und der Tradition.

Die politische Situation im damaligen Jugoslawien deutete auf einen Krieg hin. Genau diese Angst vor einem wachsenden Nationalismus und Chauvinismus führte unter anderem auch zur Organisation der Bosniaken. Schon damals war ein Unterschied bei der programmatischen Orientierung ersichtlich, verglichen mit der Organisation anderer konstitutiver Völker Bosnien-Herzegowinas, einer der sechs jugoslawischen Republiken, bzw. föderalen Einheiten.

Mehrere hundert Delegierte waren bei der konstituierenden Sitzung anwesend, Besondere Gäste dabei waren: Dr. Mirsad Veladžić, Prof. Alaga Topić und Mirsad Srebreniković. Dass die Idee, welche zur Gründung des Initiativkomitees der Bosniakischen Gemeinschaft führte, visionär war, zeigten die 21 Jahre ihres Bestehens. Das Initiativkomitee setzte sich aus folgenden Mitgliedern zusammen: Husein Begić, Safet Hodžić, Alija Mešić, Refik Ikanović und Sadžida Karabeg.

Die Basis der programmatischen Organisation lautete :

–       Organisation der religiösen Aktivitäten

–       Organisation der kulturellen und sportlichen Aktivitäten, sowie die

–       Organisation der humanitären Aktivitäten (im Rahmen des karitativen Vereins « Merhamet »)

Schon 1991 war klar, und zwar anhand der Entwicklung der Lage in Kroatien und Slowenien, aber auch in anderen Teilen ex-Jugoslawiens, dass der Krieg an Bosnien-Herzegowina nicht vorbeigehen würde. Die Bosniakisch-Muslimische Gemeinschaft fand sich in einer spezifischen Situation wieder, insbesondere weil die bosniakische Frage innerhalb Ex-Jugoslawiens, und somit auch innerhalb Bosnien-Herzegowinas, nicht definiert wurde. In diesem Kontext organisierte die Gemeinschaft humanitäre Aktionen, aber auch die Aufnahme von Flüchtlingen, die ab 1992 nach Österreich kamen.

Nach der Gründung der Gemeinschaft war es notwendig, adäquate Räume zu finden, sowohl für das Büro als auch für die religiösen Zeremonien. Dabei half uns die türkische Gemeinschaft « Miligörisch » aus Feldkirch, die uns im ersten Jahr kostenlos Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt hatte. Sobald die Gemeinschaft in all ihren Segmenten stärker wurde, fingen wir damit an, Pachtzins zu bezahlen. Danach mieteten und renovierten wir unsere Räumlichkeiten im Zentrum Feldkirchs. Es ist wichtig zu erwähnen, dass wir für diese Renovierung Ende 1993 viel Mühe und Arbeit, sowie 700.000 Schilling an Eigenmitteln aufbrachten. Mit diesem Schritt verliehen wir unserer Arbeit den nötigen Ernst, schufen aber genauso Voraussetzungen für jedwedes weitere Wirken, welches durch die programmatische Orientierung umrissen wurde.

Wenn wir an den Beginn der Tätigkeit der Gemeinschaft denken, muss man  auch die ersten Imame erwähnen und das waren: Ef. Lufti und der  gottselige Muharem Ef. Botić. Es ist allemal erwähnenswert, dass die Bosniaken aus diesen Gebieten  bei ihren ersten Teravih Gebeten im Rahmen dieser Gemeinschaft vom  gottseligen Imam Muahrem Ef. Botić geleitet waren. Bereits einige Jahre schon erfüllt Vekas Ef. Haračić die Funktion des  Imams, wobei ihm bei der religiösen Kindererziehung innig seine Frau Vahida Haračić Hasanić hilft.

Durch diese zwanzig Jahre hindurch an der Spitze der Gemeinschaft  waren, neben Herrn Husein Begić, auch noch die Herren: Safet  Hodžić, Husein Majetić, Daut Dautović, Ismet Šehić, Fadil Cehajić und in der Funktion der Administratorin und Koordinatorin über viele Jahre hinweg Frau Fata Begić. Bei dieser Gelegenheit muss man nicht extra betonen, dass jeder von ihnen mit der vollen Hilfe und der Unterstützung der Ausschussmitglieder  einen Teil seiner selbst in unsere Gemeinschaft eingebaut hat. Jeder   von ihnen hat persönlich dazu beigetragen, dass diese Gemeinschaft, die nebenbei gesagt, nach der aus Wien, die älteste in Österreich ist, schon über 21 Jahre besteht.

Gerade Festtage, wie das 20-jährige Jubiläum, sind die Tage des Einsatzes für die endgültige  Verwirklichung des Zieles, das vor vierzehn Jahren definiert  wurde, und das ist der Aufbau des Bosniakischen Kulturzentrums. Dieses Projekt, wurde mit  Stolz bei der 20-jährigen Jubiläumsfeier im Oktober 2011 vorgestellt. Es besteht der Wunsch, allen in Vorarlberg lebenden Bosniaken, einen Ort zu bieten, wo sie beten können, aber auch einen Ort wo deren Nachwuchs Kultur, Bräuche und Tradition ihres Volkes erlernen und diese ihren gleichaltrigen Kameraden und hiesigen Landsleuten auf würdige und ehrliche Weise präsentieren können. Die Kultur, Bräuche und Tradition der Bosniaken sind längst anerkannt in Europa und deren sollte sich kein Bosniake schämen, im Gegenteil, sie sollen und müssen auf sie stolz sein.